Der Blick ins Innere: Die OMEGA Seamaster Diver 300 ist mit einem Automatikwerk ausgestattet

Der Blick ins Innere: Die OMEGA Seamaster Diver 300 ist mit einem Automatikwerk ausgestattet

Eine Uhr, die tickt. Meistens jedenfalls. Aber wie genau tickt sie eigentlich? Lässt sich auf einen Blick erkennen, um was für eine Art von Uhr es sich handelt? Warum werden Komplikationen Komplikationen genannt? Und was bedeutet es wirklich, wenn Zeitmesser wasserdicht sein sollen? Antworten auf alle Uhrenfragen gibt es in unserem Uhrenlexikon – nach und nach, dafür aber von A bis Z.

Wer erst vor Kurzem die Liebe zur Uhr entdeckt hat, wird vielleicht noch nicht alles wissen, was es über diese faszinierenden kleinen Wunderwerke zu wissen gibt. Und selbst eingefleischte, langjährige Uhrenkenner lernen vielleicht doch immer wieder etwas Neues über das Objekt der Begierde. Wir werden also hier nicht nur von allgemeinen Themen rund um die Welt der Uhren erzählen, sondern auch spezifischer werden und in die Tiefe gehen. Da wir allerdings nun einmal irgendwo beginnen müssen, beginnen wir am Anfang und starten bei A wie Automatikuhr.

Vorneweg: Bei einer Automatikuhr handelt es sich um eine mechanische Uhr. Im Gegensatz zu einer Uhr mit Handaufzug muss sie allerdings normalerweise nicht per Hand aufgezogen werden – wenn sie täglich getragen wird. Sie zieht sich nämlich durch die Armbewegungen des Trägers selbständig auf, genauer gesagt wird die Feder durch einen Rotor in kleinen Schritten dadurch aufgezogen. Dank des Automatikwerks wird die Handhabung einer mechanischen Uhr viel leichter, weil nun einmal das tägliche Aufziehen entfällt (wobei diese Aktion bei vielen Uhrenliebhabern doch zum morgendlichen Ritual zählt). Da die Feder zudem immer gleichmäßig gespannt ist, läuft die Automatikuhr viel gleichmäßiger als eine mit Handaufzug. Die Folge ist eine geringere Abweichung von der eingestellten Uhrzeit. Wer nun befürchtet, dass die automatische Uhr ununterbrochen getragen werden muss: Das muss sie dank der Gangreserve tatsächlich nicht. Diese bezeichnet die Zeitdauer, in der die Uhr weitertickt, obwohl sie gerade nicht getragen wird – etwa 35 bis 60 Stunden beispielsweise, teilweise sogar bis zu zehn Tage!

Und wenn die Automatikuhr doch einmal länger liegt als über Nacht und stehen bleibt? Gar kein Problem – denn natürlich lässt sie sich auch manuell aufziehen, per seitlich sitzender Krone. Uhrensammler können außerdem überlegen, ob sie in elektrische Uhrenbeweger investieren möchten: Sie halten, wie ihr Name bereits verrät, das Werk in Bewegung und sorgen so einerseits dafür, dass Uhren nicht stehen bleiben, und verhindern andererseits das Verdicken der Öle und das damit zusammenhängende Abreißen der Schmierschicht (sinnvoll bei historischen Uhren, in heutigen werden andere Öle verwendet, bei denen das nicht mehr unbedingt notwendig ist).

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