„Patek Philippe. The Authorized Biography“: Das Buch über die Historie der Uhrenmanufaktur Patek Philippe ist vier Kilogramm pure Leselust – und zwar nicht nur für eingefleischte Fans der Marke, sondern auch für alle anderen Uhrenliebhaber.

Hand aufs Herz: Wäre es nicht großartig, in einem dicken Wälzer zu schmökern, über historische Bilder zu staunen und zu schmunzeln und dabei noch ganz nebenbei wirklich viel über die Lieblingsuhrenmarke zu erfahren? Nun, zumindest bei der Uhrenmarke Patek Philippe können wir den Konjunktiv getrost streichen – denn seit Nicholas Foulkes „Patek Philippe. The Authorized Biography“ geschrieben hat, erfahren wir von den Anfängen 1839 bis heute tatsächlich die komplette Geschichte der Uhrenmarke.

Die Geschichte der Genfer Manufaktur ist eine Geschichte voller Superlative. Von Anfang an. Die wertvollsten Uhren werden hier gefertigt. Die kompliziertesten. Und – natürlich, so sagt man – auch die schönsten der Welt. Allein das Format des Buches scheint es damit unbedingt aufnehmen zu wollen: Etwa drei Zentimeter dick ist es, etwas über 540 Seiten stark, 31 mal 29 Zentimeter groß und vier Kilogramm schwer. Man könnte jetzt meinen, dass es dadurch etwas abschreckend daherkommt, aber nein. Eigentlich möchte man unbedingt sofort hineinschauen. Denn in diesem vielseitigen Werk sind bislang unveröffentlichte Dokumente aus dem Firmenarchiv, Gespräche mit Uhrmachern, Mitarbeitern und der Inhaberfamilie festgehalten, gut gewürzt mit historischen Aufnahmen aus den Ateliers und Werkstätten und sogar Bildern aus dem Fotoalbum der Familie Stern – die ja seit nunmehr vier Generationen für den heute legendären Ruf der Manufaktur zuständig ist. Die Stars des Buches und definitiv die Protagonisten der Unternehmensgeschichte sind natürlich die beinahe unzähligen Kreationen des Hauses: ob Taschenuhr mit hochkomplizierten Uhrwerken, Sondermodelle für Prinz Albert, die berühmte Nautilus und die Grandmaster Chime oder große hauseigene Komplikationen. Besonders für Sammler nützlich ist wohl die Auflistung aller Referenznummern am Ende des Buches.