Omega – Apollo 11 50th Anniversary

Omega – Apollo 11 50th Anniversary

1969 - genau genommen am 21 Juli um 3:56 MEZ: die Astronauten Neil Armstrong und, 19 Minuten später, Buzz Aldrin betreten als erste Menschen überhaupt den Mond und erfüllen somit das Versprechen welches Präsident John F. Kennedy 8 Jahre zuvor gegeben hatte.

Im selben Jahr läutete die legendäre Concord mit ihrem ersten Testflug eine ebenfalls neue Ära ein. Rückblickend der Triumph des Westens, denn die Sowjets hatten es bereits am 4. Oktober 1957 mit dem Satelliten Sputnik 1 geschafft das Zeitalter der Raumfahrt einzuläuten.

Am Arm dieser beiden Pioniere war ihr stetiger und loyaler Begleiter: die Omega Speedmaster. Zu der sich der NASA Ingenieur James Rogan, der zuvor die Prüfungen an der Speedmaster vornahm, mit folgenden Worten äußerte: “Die Uhr war ein Backup. Wenn der Funkkontakt der Astronauten zur Bodenstation abbrach oder die digitalen Zeitmesser auf der Mondoberfläche nicht funktionierten, dann blieb als Einziges die Omega Uhr, die sie am Handgelenk trugen und auf die sie sich verlassen konnten. Sie brauchten ihre Omega Uhr für den Fall, dass Probleme auftreten.”.

Dann am Abend des 25. Novembers überreichte Omega im texanischen Houston als Zeichen des tiefsten Respekts, quasi als eine Auszeichnung, diesen Männern eine ganz besondere Box, welche optisch an die kraterige Oberfläche des Mondes erinnern sollte. In diesen Kästchen befand sich etwas, was die Manufaktur Omega, noch nie zuvor geschaffen hatte: die erste goldene Speedmaster, welche ebenfalls die erste nummerierte Serie darstellt. Diese Referenz, namentlich BA145.022, war auf lediglich 1.014 Exemplare limitiert, sodass schnell einige dieser Modelle ihren Weg in die prestigeträchtigsten Auktionshäuser fanden und dort einen wahrhaftigen Raketenstart hin legten - mit Preisen um die 100.000 US-Dollar.

Tatsächlich sollten die ersten beiden Uhren an US-Präsidenten Richard Nixon und den amtierenden Vizepräsidenten Spiro T. Agnew verliehen werden, welche diese jedoch aufgrund des hohen materiellen Wertes ablehnten. Die Astronauten der NASA erhielten die Nummern 3 bis 28, darunter Alan Shepard (Nummer 3), Wally Schirra (Nummer 8) und Neil Armstrong (Nummer 17), Nummer 29 bis 32 wurden an Schweizer Politiker und Funktionäre übergeben, während die Stücke 33 bis 1.000 auf dem regulären Markt landeten. 1.001 bis 1.008 wurden im Jahre 1972 und 1973 den Astronauten überreicht, welche 1969 ihre Mission noch nicht abgeschlossen hatten. Die restlichen Referenzen (1.009 bis 1.014) wurden von Omega an sogenannte „Persönlichkeiten“ vergeben.
Diese Speedmaster Referenz (BA145.022) spiegelt einen wahrhaftigen Meilenstein für die Marke Omega dar, denn sie legte den Grundstein für alle von da an folgenden Referenzen dieser Linie - welche bis heute produziert werden. Die nun neue Referenz stellt fast eine exakte Blaupause des ursprünglichen Modells dar, wobei das Zifferblatt optisch nahezu identisch ist und das neue Kaliber 861 (hier in der Ausführung 3861) erstmals Verwendung findet, die Zeiger im Zentrum allerdings sind etwas akzentuierter und dahingehend nicht komplett schwarz. Dabei handelt es sich um ein zeitgemäßes Upgrade des legendären Kalibers 321, welches hier zusätzlich mit dem patentierten Omega “Moonshine” Gold beschichtet wurde und somit wahrlich eine Augenweide ist.

Darüber hinaus ist diese technische Meisterleistung METAS (= unabhängiges Eidgenössischen Institut für Metrologie) sowie als Master Chronometer zertifiziert und freilich ein Garant für höchste Präzision. Erstmalig findet auch eine Unruhspirale aus Silikon Verwendung, wodurch weiterer Schutz vor Magnetfeldern gegeben ist.

Speziell bei dieser Uhr zieht Omega im wahrsten Sinne des Wortes alle Register und setzt auf kompromisslose Detailverliebtheit. So ist nicht nur das Gehäuse aus massivem Gelbgold (Moonshine Gold) gefertigt, sondern wie das zuvor genannte Zifferblatt - wobei es sich um eine von Omega patentierte Legierung handelt, der Palladium beigemengt wurde um dadurch resistenter gegenüber Umwelteinflüssen zu sein als bisherige Legierungen. Hier findet sich der “Swiss Made”-Schriftzug eingerahmt von den Buchstaben “O M” - dieses Kürzel lässt sich ausschließlich bei den exklusivsten Zeitwerken der Mondlandungs-Epoche finden und stellt die Abkürzung der Bezeichnung “Or Massif” dar, was der französischen Sprache entlehnt soviel bedeutet wie “Massivgold”. Ebenso stellen die Indexe auf dem Zifferblatt eine nicht minder besondere Eigenheit dar, denn diese sind so noch bei keinem Speedmaster Modell zu finden und aus quadratisch geschliffenen Onyx gefertigt.
Selbstredend ist das Armband, passend, aus massivem Gold gefertigt und lässt sich ausschließlich von einem erfahrenen Goldschmied in der Länge anpassen. Zudem ist der Schließenkasten mit Streifen graviert, welche in der Art eines Guilloches ausgeführt wurden.
Außergewöhnlich ist auch dass Omega die Einlage der Lünette, wie beim Original aus 1969, in einem Burgunderrot gehalten hat; diese aber sehr zeitgemäß in Keramik umgesetzt wurde. Auch hier wurde Rücksicht auf das kleinste Detail genommen, sodass es sich auch bei dieser Lünette um eine sogenannte “DON”-Lünette (DON = Dot Over Ninety) handelt, die korrekt und zeittypisch für den ursprünglichen Chronographen ist. Aus heutiger Sicht deutlich praktischer und dadurch alltagstauglicher ist wohl auch der Nutzen des Saphirglases, das das Zifferblatt abschirmt, wohingegen die Urreferenz über ein Hesalitglas verfügt.

Bei der Erstauflage der BA145.022 wurden zwei Varianten von Zifferblättern verwendet. Diejenigen mit einem ovalen O im Omega Schriftzug gehören zu der ersten Serie, sodass diejenigen mit einem runden O folgerichtig erst später Verwendung fanden.
Außerdem gab es bei den Gehäuseböden vier unterschiedliche Versionen der Ausführung einer Gravur: alle Uhren, die die Astronauten erhielten, wurden mit dem Namen des Inhabers und den Worten “to mark man’s conquest of space with time, through time, on time.” (in etwa “Zur Erinnerung an die Eroberung des Weltraums mit der Zeit, durch die Zeit, in der Zeit.”) signiert - diese Inschrift wurde mit zur Lünetteneinlage passender Farbe ausgefüllt. Ebenso wurde die Gravur in der dritten Generation, welche auf dem zivilen Markt angeboten wurde, gefärbt, wohingegen die erste Serie sich durch eine dünne Ausführung und die zweite Variante durch eine dickere dieser kenntlich macht - der Schriftzug hier lautete in jeder Generation “First Watch Worn on the Moon” sowie “Apollo XI 1969”.

Wie bei der Urreferenz werden auch heute 1.014 Exemplare angeboten, welche allerdings frei erhältlich sind und die Bezeichnung 310.60.42.50.99.001 tragen.